Sprache sollte nicht zur Barriere für Behandlung werden, die Realität sieht leider anders aus.
Alltäglich geben Ärzte Erklärungen auf Deutsch zur Diagnose oder Therapieempfehlung - doch der Patient versteht sie nicht ausreichend. Eine Rückfrage in der eigenen Sprache ist ebenfalls schwierig zu vermitteln.
Gerade bei Menschen, die neu in einem Land sind oder die Landessprache noch nicht sicher beherrschen, kann Sprache den Zugang zu medizinischer Versorgung erschweren.
Eine speziell auf medizinische Anwendungen ausgerichtete Sophia könnte hier zukünftig als KI-gestützte Sprachmittlerin unterstützen.
Der Arzt spricht seine Erklärung auf Deutsch. Sophia überträgt sie in die gewünschte Sprache und gibt sie dem Patienten verständlich per Sprache wieder.
Hat der Patient eine RĂĽckfrage, kann er in seiner Sprache antworten. Sophia ĂĽbersetzt diese Aussage fĂĽr den Arzt zurĂĽck ins Deutsche.
Arzt → Sophia → Patient
(Deutsch → Zielsprache)
Patient → Sophia → Arzt
(Zielsprache → Deutsch)
Ein Gespräch statt zwei Sprachbarrieren
Das könnte beispielsweise bei folgenden Situationen helfen:
- Erklärung einer Therapie oder Behandlung
- Verständnis von Anweisungen nach einem Arztbesuch
- RĂĽckfragen des Patienten
- Aufklärung über den weiteren Behandlungsablauf
- Kommunikation mit Menschen, die noch wenig Deutsch sprechen
Sophia würde dabei nicht selbst diagnostizieren oder medizinische Empfehlungen geben. Sie wäre die sprachliche Schnittstelle zwischen medizinischem Fachpersonal und Patient.
Von der Idee zur möglichen Lösung
Die heutige Version von Sophia ist nicht fĂĽr den medizinischen Einsatz zertifiziert und sollte daher nicht fĂĽr medizinische Entscheidungen oder als Ersatz fĂĽr professionelle Dolmetschdienste eingesetzt werden.
Technisch wäre jedoch ein entsprechendes System grundsätzlich vorstellbar: mit kontrollierten Sprachmodellen, geeigneten Datenschutz- und Sicherheitsmaßnahmen, medizinisch geeigneten Übersetzungsprozessen und den erforderlichen regulatorischen Prüfungen und Zulassungen.